Diagnose Schlaganfall: Was sind die Ursachen und Risikofaktoren?

Diagnose Schlaganfall: Was sind die Ursachen und Risikofaktoren?

Der Schlaganfall (Apoplex) zählt zu den häufigsten Krankheiten im zunehmenden Alter. Und dabei ist die plötzliche Durchblutungsstörung im Gehirn alles andere als harmlos: Wenn die auftretenden Symptome nicht schnellstmöglich behandelt werden, können sie sogar tödlich sein. Doch wie kommt es überhaupt zu einem Schlaganfall und wann ist das Erkrankungsrisiko am höchsten? Hier erfährst du mehr über Ursachen und Risikofaktoren eines Schlaganfalls.

Häufige Ursachen für einen Schlaganfall

Modell von Gehirn

Ein Schlaganfall kann durch eine plötzliche Blutung im Gehirn ausgelöst werden. © peterschreiber.media – stock.adobe.com

Es gibt verschiedene Gründe, warum es zu einem Schlaganfall kommen kann. Die wohl häufigste Ursache ist eine mangelnde Gehirndurchblutung (ischämischer Schlaganfall). Dabei werden Blutgefäße eingeengt oder vollkommen verschlossen. Somit wird das wichtigste menschliche Organ nicht mehr mit genügend Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Die Folge: Lebensnotwendige Nervenzellen sterben nach und nach ab.

Weiters kann ein Schlaganfall durch eine plötzliche Blutung im Gehirn oder zwischen den Hirnwänden ausgelöst werden (hämorrhagischer Schlaganfall).

Diese entsteht, weil z. B. ein Gefäß platzt und das Blut anschließend in das umliegende Hirngewebe austritt. Auch eine Gefäßmissbildung mit Aussackung der Gefäßwand kann zu einer Gehirnblutung führen.

Risikofaktoren für einen Schlaganfall

Wer ist eigentlich besonders anfällig für einen Schlaganfall? Grundsätzlich können alle Menschen – unabhängig von Alter und Geschlecht – daran erkranken. Allerdings gibt es bestimmte Faktoren, die das Erkrankungsrisiko wesentlich erhöhen. Manche davon sind nicht steuerbar, wohingegen andere sehr wohl ausgeschaltet werden können.

Unbeeinflussbare Risikofaktoren

Das Schlaganfallrisiko nimmt mit den Lebensjahren zu: Die Hälfte aller Patienten ist älter als 70 Jahre. Frauen sind dabei wesentlich häufiger betroffen als Männer. Auch die Erkrankungsfolgen sind bei Frauen problematischer – sie sind danach meistens pflegebedürftig. Der nächste Weg muss deshalb aber nicht in ein Pflegeheim führen. Die professionelle 24-Stunden-Betreuung von Bayernpflege ermöglicht ein würdevolles Altwerden im eigenen Zuhause.

Außerdem können eine genetische Veranlagung und verschiedene Vorerkrankungen das Schlaganfallrisiko erhöhen. Wenn also die Durchblutungsstörung in der eigenen Familie auftritt, steigt die Wahrscheinlichkeit, auch selbst betroffen zu sein. Krankheiten wie Herzfehler und Migräne mit Aura begünstigen ebenfalls die Entstehung eines Schlaganfalls.

Beeinflussbare Risikofaktoren

Frau, die sich Zigarette anzündet.

Rauchen erhöht das Schlaganfall-Risiko.

Es lässt sich jedoch selbst einiges dazu beitragen, einer Schlaganfall-Erkrankung vorzubeugen. Denn ein ungesunder Lebensstil fördert die Durchblutungsstörung im Gehirn. Nikotin- und Alkoholkonsum, andauernder Stress, Bewegungsmangel und ungesunde Ernährung können einen Schlaganfall hervorrufen. Mit entsprechender Motivation, Ausdauer und Willensstärke schaffst du es aber sicherlich, diese Risikofaktoren zu verringern.

Ein Schlaganfall tritt häufig im Alter auf und sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Schließlich kann die Erkrankung schlimmstenfalls tödlich enden. Nicht immer lässt sich die Durchblutungsstörung im Gehirn vermeiden, aber mit einem gesunden Lebensstil kann man das Risiko erheblich senken.